Treppen rauf – Treppen runter

Treppen-Training, ein Workout, welches ich favorisiere. In diesem Beitrag erfahrt ihr, warum und wie Treppen-Training fit macht und die Gesundheit fördert. Profisportler bauen sie in ihren Trainingsplan mit ein und für einen Couch-Potato gibt es keine Ausreden mehr. Denn man findet Treppen überall und sie kosten nichts.

Ein- bis zweimal pro Woche baue ich eine kurze, dafür intensive Trainingseinheit ein, indem ich 200-300 Stufen zwischen 7 und 10 Mal hoch- und runter laufe. Es ist eine Art Intervalltraining und dauert ca. 30 bis 40 Minuten, inklusive Warm-Up und Pausen. Dies ist eine Form, wie man die Treppen nutzen kann.

Was sich verrückt anhört, ist eine tolle Möglichkeit sich auszupowern, die Ausdauer zu verbessern und die Beine werden bestens trainiert. Besonders im Kampfsport kommt es auf gute Beinarbeit an, man braucht starke, schnelle Beine für explosive Reaktionen. In Kampfsportarten mit Tritt- und Kicktechniken, möchte man natürlich auch einen starken, harten und effektiven Kick durchziehen können. Genau dies lässt sich durch die ein-, zwei zusätzlichen Treppen-Workout-Einheiten erzielen. Das Gute daran ist, Treppen findet man überall, sowohl im Outdoor- als auch im Indoor-Bereich. Diese Trainingseinheiten können somit überall und jederzeit durchgeführt werden. Langweilig wird das Workout sicher nicht, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, d.h. dass man die Einheiten abwechslungsreich gestalten kann: Single-Steps, Two-Steps, Single-Steps-Sprints, Two-Steps-Sprints, etc. Es kommt darauf an, was man trainieren möchte bzw. welches Trainingsziel man verfolgt.

Wissenschaftler der North American Menopause Society (NAMS) haben erforscht, dass sich das Treppensteigen positiv auf den Blutdruck auswirkt. Treppen-Workouts fördern die Senkung des Blutdruckes, verbessern die Ausdauer und führen zu einer stärkeren Beinmuskulatur. Die Ergebnisse der Studie wurden online veröffentlicht auf sciencedaily.com. In der Studie ging es um Frauen, welche die Wechseljahre hinter sich gebracht haben. Hierfür ist eine Koreanerin viermal pro Woche 192 Stufen zwei bis fünfmal hoch marschiert. Nicht nur, dass der Blutdruck gesunken ist, auch hat sich die arterielle Steifigkeit reduziert und die Beinmuskulatur wurde gestärkt.

Für die jüngere Generation empfiehlt sich eine etwas intensivere Variante, immerhin soll das zusätzliche Training die bisherige Leistungsfähigkeit steigern und verbessern. Natürlich immer unter dem Gesichtspunkt, dass man sich bester Gesundheit erfreuen darf und sportlich aktiv ist.

Je nachdem, welches Ziel man verfolgt, eignen sich folgende zwei Varianten zur Durchführung einer Trainingseinheit.

Single-Steps:

Jede Stufe wird einzeln genommen. Entweder entschließt man sich, die ganze Länge in einem Zug hoch zu laufen, oder man sprintet 30 bis 60 Sekunden und legt dann eine Pause ein. Es empfiehlt sich die Treppen runter zu gehen und nicht zu laufen. Diese Methode eignet sich vor allem, um die Schnelligkeit zu verbessern.

Two-Steps:

Es werden zwei Stufen genommen. Mit dieser Form wird die Beinmuskulatur stärker trainiert, weil sie härter arbeiten muss. Je mehr man das Knie beugen muss, desto härter arbeitet auch der Oberschenkel und die gesamte Beinmuskulatur. Zum Aufbauen von Kraft, eignet sich diese Methode besser. Da zwei Stufen auf einmal genommen werden, verkürzt sich auch die Anzahl der Treppen, die man vor sich hat.

Zusammenfassung der Vorteile durch Treppen-Training:

  • Senkung des Blutdruckes
  • Verbesserung der Ausdauer
  • Stärkere Bein- und Wadenmuskulatur
  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme (VO2max)
  • Herz-Kreislauf-Training

Diese zwei, drei Methoden wurden hier von mir angeführt, um eine Idee von den Trainingseinheiten zu vermitteln und stellen keineswegs eine vollständige Liste dar, wie man Treppen-Training nutzen kann. Der eigenen Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Trainiert kann im aeroben Bereich, wie auch im anaeroben Bereich werden. Überlegt immer, was ihr trainieren wollt und welches Ziel ihr mit der jeweiligen Trainingseinheit verfolgt. Gestaltet euer Workout, wie es euch gefällt und Spaß macht, denn der sollte immer noch an oberster Stelle stehen, nach der Gesundheit ;). 

Wat Ban Pong
Tempel-Treppen Chiang Mai, Thailand

 

 

SONGKRAN – Happy New Year

In Thailand wird jedes Jahr vom 13. bis 14. April das thailändische Neujahr gefeiert. Auch bekannt, als die größte Wasserschlacht der Welt.

Offiziell, beginnt auch in Thailand das neue Jahr am 01. Januar. Allerdings rechnen die Süd-Ost-Asiaten nach dem buddhistischen Kalender und schreiben das Jahr 2561. Sie sind dem gregorianischen Kalender demnach 543 Jahre voraus. Die Zeitrechnung beginnt mit dem Todesjahr von Siddhartha Gautama, der zum erleuchteten Buddha wurde und ins Nirvana gelangte…

… Aber nun zurück zur Wasserschlacht.

Songkran ist das größte und eines der wichtigsten thailändischen Feste im ganzen Jahr. Offiziell dauert Songkran drei Tage und startet am 13. April. Heuer, 2018, hat die Regierung beschlossen das Neujahrsfest von drei auf fünf Tage zu verlängern. Vom 12.04. bis 16.04.2018.

Wasser – hat eine wesentliche Bedeutung, immer wenn es um Veränderungen bzw. Transformationen geht. Dafür steht auch das Wort Songkran, welches übersetzt so viel wie Veränderung heißt. Mit dem Wasser möchte man alles Alte „wegwaschen“ und Platz für Neues schaffen. Daher verwandelt sich nicht nur eine ganze Stadt, sondern indem Fall eine ganze Nation in ein Schlachtfeld und jeder ist mit Wasser bewaffnet. Es ist unmöglich in dieser Zeit das Haus zu verlassen, ohne nass zu werden. An jeder Ecke wird man mit Wasserkübeln übergossen, aus Angry-Bird-, Hallo-Kitty-, Mickey-Mouse- und anderen Comic-Wasserspritzpistolen angespritzt und teilweise kommen ganze Garten- und Feuerwehrschläuche zum Einsatz. Warum? – um sich gegenseitig ein „Frohes Neues Jahr“ zu wünschen: Suksakwan Songkran bzw. sawasdee pee mai (Hallo Neujahr), auf thailändisch.

Chiang Mai ist dafür bekannt, die beste Wasserparty in ganz Thailand zu bieten. Die Wassermengen, welche hier zum Einsatz kommen, lassen sich nicht einmal mit den Gebieten an den Meeresküsten von Thailand vergleichen. Das Stadtzentrum besteht aus einem Viereck (2 x 2 km) und ist von der „Moat“ umgeben, also stillstehendes Wasser. Das Moat-Wasser ist leider auch dafür bekannt, dreckig zu sein, es eignet sich nicht zum Badengehen, oder zum Trinken. Kein Wasser, außer abgepacktes, eignet sich in Thailand zum Trinken! In der Woche vor Songkran wird das Wasser jährlich gereinigt. Die Leute füllen damit ihre Kübel und Wasserspritzpistolen an, um allen vorbeilaufenden ein „Frohes Neues Jahr“ zu wünschen. Kiloweise kommen auch Eiswürfel zum Einsatz, diese dienen dazu das Wasser besonders kalt zu machen, wirkt auch sehr erfrischend, besonders dann, wenn man es gerade mal geschafft hat, sich etwas zu trocknen. Der April ist der heißeste Monat im ganzen Jahr, daher scheint es so, als würden es die Thais besonders gut meinen, wenn sie einem eine Eisdusche verpassen. Wirkt erfrischend, macht munter und den ein- oder anderen auch wieder nüchtern.

Touristen aus der ganzen Welt reisen an, nur um an Songkran teilzunehmen. Es steht quasi auf deren „Bucket-List“. Es ist definitiv ein Ereignis, welches man gesehen haben sollte, da man es ansonsten gar nicht glauben kann. Durch die ganze Stadt fahren Pick-Ups, welche hinten vollbeladen sind, mit Leuten und Wassertonnen. Vor den Shopping-Zentren werden riesige Bühnen aufgebaut, mit Live-Musik und natürlich Wasserschläuchen. Der ganze Spaß fängt schon Tage zuvor an und dauert meistens über das offizielle Ende hinaus. Wenn man sich entschließt mitzumachen, sollte man auf jeden Fall bequeme Kleidung mitbringen und viel Sinn für Humor.

Nirgendwo sonst hat man die Möglichkeit tagelang Menschen mit Kübeln voll Wasser zu begießen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Im Gegenteil, man tut damit Gutes, weil man zum Ausdruck bringt, dass man viel Glück wünscht, dass ein Neuanfang, oder eine Veränderung gut gelingt! In diesem Sinne:

 

Sawasdee Pee Mai!

songkran