Kuala Lumpur – Eine Stadt mit WOW-Garantie!

Monatelang ohne Computer in Thailand – wäre fast ein Bericht für sich wert 😉 – kommt hier ein verspäteter Bericht zu meinem Eindruck von Kuala Lumpur.

Juni 2018: Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysiens, oder auch: Die Stadt, wo ich aus dem Staunen nicht mehr rauskam. Die Vielfältigkeit der City ist gigantisch. Historische Gebäude, moderne Wolkenkratzer, Chinatown, Little India. Farbenfroh und alles andere als langweilig war meine kurzer Aufenthalt in KL (KL – weil die City so liebevoll von ihren Bewohnern genannt wird).

Einreise und Ankunft KL
Die Einreise nach Kuala Lumpur gestaltete sich ganz unkompliziert, man braucht auch kein Visum beantragen (wie in Laos). Nachdem ich nur wenig Gepäck für die paar Tage mitgenommen habe, bin ich mit dem KLIA Express in die Stadt gefahren. KLIA Express ist die Bahn, mit der man direkt vom Flughafen zum Hauptbahnhof der Stadt fährt. Ca. € 11,00 kostet eine einfache Fahrt und man ist in einer halben Stunde in der Stadt. Der Flughafen ist rund 60 km vom Stadtzentrum entfernt. Generell fand ich die öffentlichen Verkehrsanbindungen in der Stadt klasse. Die Streckenanbindungen sind leicht verständlich aufgezeichnet und die diversen Linien farblich gekennzeichnet. Ob Skytrain, Bus, oder U-Bahn man kommt schnell, günstig und zuverlässig überall an.

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Chinatown

Am Hauptbahnhof einmal umgestiegen, bin ich mit der Skytrain Richtung Chinatown gefahren, wo auch meine Unterkunft war. Chinatown hält, was der Name verspricht. Mein Hotelzimmer war Mitten in der „Jalan Petaling“, wo täglich Straßenverkäufer Ihre Marktstände aufbauen und man von Uhren, Schmuck, Taschen, T-Shirts alle möglichen Souvenirs kaufen kann. Ein Shopping-Paradies für alle, die Schnick-Schnack gerne haben. Da es schon mitten in der Nacht war, als ich ankam, habe ich nach meiner Ankunft nichts mehr gemacht, nur meine Augen geschlossen.

WOW – WOW und nochmals WOW
Am nächsten Tag habe ich mich gleich zur Nummer Eins auf meiner To-Do-Liste gemacht: Die Petronas Twin Towers. 452 m hohe Zwillingstürme, die wirklich Eindruck machen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich ein Ticket zu kaufen, um auf die Verbindungsbrücke (Skybridge) zu gelangen. Darauf habe ich verzichtet. Die Türme machen auch von unten einiges her. Etliche Straßenhändler verkaufen Touristen extra ein Handy-Zubehör, um die Türme ganz auf ein Foto zu bekommen. Dies ist in der Tat eine Herausforderung. Auch mir wurde das Verkleinerungsstück angeboten, der Verkäufer bestand aber darauf, mir die tolle Funktion des kleinen Zubehörs zu demonstrieren, nahm mein Handy, platzierte mich in front of the towers und klack-klack ich hatte mein Foto, ohne Geld dafür auszugeben. Er wollte auch kein Trinkgeld annehmen, also begab ich mich zufrieden zur nächsten Sehenswürdigkeit. Der KLCC Park, dieser ist direkt hinter dem Einkaufszentrum, bei den Twin-Towers.

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Petronas Twin Towers

Hier noch ein paar Highlights, die mir sehr gut gefallen haben:

KLCC Park
Kuala-Lumpur-City-Centre: Die Parkanlage bietet alles was das Herz begehrt, viel grün, viel Wasser, viele Erholungsmöglichkeiten und auch eine lange Laufbahn, für die Sportlichen. Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz mit Wasseranlage und öffentlichem Pool. Delphin-Figuren und etliche Wasserfontänen schmücken den Park weiter aus. Das war für mich ein richtiges Highlight. Vor allem abends, wenn es dunkel wird und die Wasseranlagen beleuchtet sind – Ein wahnsinns Farbenspiel.

KLCC Park
Kleiner Ausschnitt vom KLCC-Park

Merdeka Square

Kuala Lumpur’s Unabhängigkeitsplatz ist gekennzeichnet von einem der höchsten Fahnenmasten der Welt (95 m hoch). Die Geschichte erzählt vom Ende der britischen Kolonialisierung und dem Beginn der Malaysischen Unabhängigkeit am 31.08.1957.

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95 m hoher Fahnenmast

River of Life

… ist ein Projekt der Stadt, welches 2012 entworfen wurde. Es dient unter anderem dazu, die Flüsse vom Müll zu reinigen und sauber zu halten. An dieser Stelle vereinen sich die beiden Flüsse Klang und Gombok. Rund um die Moschee Jamek (Masjid Jamek) kann man tagsüber, oder abends einen netten Spaziergang machen. Die beleuchtete Moschee ist abends definitiv ein Eyecatcher.

Moschee River of Life

Bukit Bintang
Der Stadtteil für Shoppingvergnügen und Party. Hier findet man ein Einkaufszentrum nach dem anderen, aber auch Straßenmärkte mit leckerem Streetfood auf malaysische Art, lässt Schlemmerherzen höher schlagen. Ein Must-See bzw. Must-Visit war für mich die Heli-Bar. Tagsüber ein Helikopter-Landeplatz, der sich abends in eine Skybar mit 360-Grad Ausblick über die Metropole verwandelt. 34 Stockwerke geht es hoch, Eintritt bezahlt man keinen, solange man einen Drink konsumiert. Gemütliche Sitzmöglichkeiten laden ein sich den Sonnenuntergang anzusehen, die beleuchteten Zwillingstürme zu bestaunen und einen tollen Tag ausklingen zu lassen.

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*Heli-Bar: Hinter mir der höchste Fernsehturm von Malaysien (Menara Kuala Lumpur)

*Das Bild wurde filterlos und unbearbeitet hochgeladen!

Heli Bar view
Ausblick auf die Petronas Towers von der Heli-Bar

 

Leben in Chiang Mai – was darf es kosten?

Tipp für Langzeitbleibende: Ich rate sich erst umzusehen, wenn man vor Ort ist. Es zahlt sich aus, sich für die ersten zwei, drei Nächte ein Hotel zu buchen und die Zeit tagsüber zu nutzen, die passende Unterkunft zu finden.

Unlängst hat mich eine Anfrage erreicht, wie hoch die Lebenserhaltungskosten in Chiang Mai sind. Dies hat mich dazu inspiriert einen Beitrag dazu zu schreiben und einen groben Überblick zu geben.

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Es kommt stark darauf an, wie man leben möchte… Vorweg und allgemein kann ich nur sagen, je länger man bleibt, desto billiger wird es.

Wohnen

Chiang Mai wächst und wächst. An so ziemlich jeder Ecke ragen neue Gebäudekomplexe empor, die immer höher werden. Die meisten davon dienen als Wohnmöglichkeit, für Kurz- und Langzeitmieten. Neben herkömmlichen Hotels und Guesthouses, stehen auch Häuser zur Miete, meistens voll möbliert. Hier eine kurze Auflistung, über die Arten, der Unterkünfte und deren Kosten:

Art der Unterkunft Ungefähre Kosten Mind. Mietdauer

 

Hotel

(5* Hotel, z.B.: Le Meridian

ab ca. € 5,00 (200 Baht)

ab ca. € 150  und aufwärts)

Pro Nacht

Pro Nacht (nur zum Vergleich)

Hostels und Guesthouses

 

Ab € 2,50 (90 Baht) Pro Nacht
Apartment

 

Ab € 75,00 (2.500 Baht) Min. 3 Monate
Condos/Condominiums

 

Ab ca. € 100 (ca. 5000 Baht) Min 3 Monate – 6 Monate
Haus Ab ca. 150 € – Min 6 Monate – 12 Monate

Die Preise beziehen sich auf die günstigsten Wohnmöglichkeiten. Ein neues, modernes, möbliertes Condo mit ca. 30 qm2, Bad und Kochnische kostet ca. 8.000 Baht pro Monat (ca. 200 Euro), für dieses Geld könnte man sich auch schon ein günstiges Haus mieten. Es gibt einige Agenturen in Chiang Mai, die einen Rent-Service anbieten. Das bedeutet, dass die Makler mit dem Kunden zu den Objekten fahren, bis die passende Unterkunft gefunden ist. Viele der Komplexe haben mittlerweile auch einen Swimmingpool eingebaut, der im Mietpreis inkludiert ist. Was oftmals wie ein Hotel aussieht, ist im Grunde ein Condo-Komplex, mit Langzeitwohnmöglichkeit.

Tipp für Langzeitbleibende: Ich rate sich erst umzusehen, wenn man vor Ort ist. Es zahlt sich aus, sich für die ersten zwei, drei Nächte ein Hotel zu buchen und die Zeit tagsüber zu nutzen, die passende Unterkunft zu finden. Man kann problemlos am gleichen, oder nächsten Tag einziehen.

Zusätzlich muss man noch mit Wasser- und Stromkosten rechnen. Wasser kostet zwischen € 1,50 – € 2,00 pro Monat und Strom wird per Unit abgerechnet, also je nachdem wie viel man verbraucht. Wenn man Aircon/Klimaanlage nutzt, kann es schon etwas teurer werden. Ich komme im Monat auf ca. € 5,00 Stromkosten, für ein Zimmer mit Ventilator. Vor 1,5 Jahren hatte ich ein Haus gemietet, Aircon nutzte ich so gut wie nie, da beliefen sich die Kosten zwischen € 8,00 und € 12,00 pro Monat. Diese Extrakosten, hat man natürlich im Hotel, oder Guesthouse nicht! Internet ist in den meisten Fällen im Mietpreis inkludiert, wenn nicht, dann kostet es ca. € 5,00/Monat. Man kann sich auch einen eigenen Anbieter anschaffen. Verträge gibt es ab 6-monatiger Laufzeit.

Für Trainierende in Chiang Mai:

Bei Teamquest-Thailand gibt es auch die Möglichkeit sich im Gym einzumieten. Für einen Shared-Room, den man im schlimmsten Fall mit 4 Leuten teilt, zahlt man € 25,00 pro Woche (1000 Baht), für ein Einzelzimmer mit Ventilator sind es ca. € 150,00 pro Monat (7000 Baht). Die meisten Gyms in der Stadt bieten keine Unterkunftsmöglichkeit direkt im Gym an, aber etwas außerhalb schon, wie zum Beispiel bei Santai Muay Thai in San Kamphaeng (ca. 40 min Fahrt von Chiang Mai).

 

Essen

Essen gibt es hier an jede Ecke. Für Anspruchslose ist es das Paradies! Man bekommt hier rund um die Uhr und überall Essen. Thai-Essen in Chiang Mai ist super günstig. Eine Portion Reis, mit was auch immer man gerne möchte (Hühnchen, Gemüse, Meeresfrüchte, Tofu, etc.) kostet durchschnittlich 50 Baht (= ca. 1,30 €). Teurer wird es nur in feinen Restaurants bzw. zahlt man für „westliches Essen“ (Farang-Food) wie: Pizza, Spaghetti, etc.. Reis ist in Thailand das, was für uns Europäer das Brot ist. Reis wird zu jedem Gericht serviert, ob steamed Reis, gebratener Reis, brauner Reis, oder sticky Reis… all the way and always Reis!

Lecker, günstig und organic-food wird im PunPun gekocht, auch alles frisch zubereitet.  Kein Gericht ist teurer als 100 Baht (soviel kosten eigentlich nur die Quesadillas, Burritos gibt’s für 80 Baht). Das Traditionelle Thaiessen hingehen liegt zwischen 40 und 60 Baht. Alle Speisen gibt es auch in vegetarischer Version.

Thai-Sim-Card

Alles was man braucht, ist ein Handy/Smartphone, welches offen ist für alle Netze. Eine Thai-Sim-Card gibt es ab 50 Baht. Nimmt man sich eine Wertkarte, kann man diese problemlos und immer zB im 7/11 aufladen. (7/11 = ein 24 Stunden geöffneter Minimarkt, der von Essen über Superkleber bis hin zu Sim-Karten alles anbietet und alle paar hundert Meter zu finden ist). Aufladen kann man auch ab 50 Baht, einfach an der Kassa den Anbieter nennen, Telefonnummer eintippen und los geht’s. Ich persönlich verwende True-Move, weil ich in all der Zeit nie Probleme damit hatte.

Internet (wie schon erwähnt…)

WIFI (W-Lan) – das gibt es in Chiang Mai in einem jedem Kaffeehaus und ist gratis! Nistet man sich in einem Condo, oder Apartment ein, ist eine Wifi-Nutzung meistens im Mietpreis inbegriffen. Ansonsten kostet es extra, aber im Normalfall nicht mehr als 200 Baht. Es besteht auch die Möglichkeit, sich selbst einen Internetanschluss zu organisieren. Die Mindestlaufzeit beträgt 6 Monate und die Kosten belaufen sich ab 600/700 Baht aufwärts. (Anbieter wären zum Beispiel 3BB). Sämtliche Mobilfunk- und Internetanbieter findet man in den Shopping-Malls (Einkaufszentren). Meistens sind sie im 3. Oder 4. Stock zu finden.

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Warorot – Market – Chiang Mai: Hier findet man alles, vom Flower- und Fruit-Market bis zu Klamotten, Seide/Stoffen und noch vieles mehr…